Ziel des Forschungsprojekts "RisikoAtlas"

Ziel des RisikoAtlas ist es, die Verbraucher im Umgang mit Risiken und Un­sicher­heit zu stärken. Damit ist gemeint, dass notwendige Kompetenzen gefördert werden, um Informationen kritischer zu lesen und selbstbestimmt Entscheidungen in Risiko- oder Unsicherheitssituationen zu treffen. Dies erfolgt vor dem Hinter­grund, dass alltägliche Risiken und Chancen oft nicht richtig eingeschätzt und statistische Dar­stel­lun­gen in den Medien kaum verstanden werden. Um Verbraucher in ihren Entscheidungen zu unterstützen, wurden am Harding-Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut für Bildungs­for­schung digitale Werkzeuge entwickelt, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen: Interaktive Visualisierungen evidenzbasierter Risiko­kommunikation und Lern­visu­ali­sie­run­gen zur Verbesserung der Risikokompetenz sowie eine App zur Entscheidungsunterstützung und eine Browsererweiterung als Risiko-Leseassistenz. Die Entwicklung dieser Werkzeuge wurde von einem umfassenden Forschungsprogramm begleitet.

Im Rahmen des Projektes wurden insbesondere psychologische Voraussetzungen erforscht, zum Beispiel welche Darstellung entscheidungsunterstützender Informationen verstanden wird. Experten bewerteten relevante Kriterien in themenspezifischen Studien und beteiligten sich durch ihr Feedback in Experteninterviews. Darauf aufbauend wurden die Werkzeuge zusammen mit Verbrauchern entwickelt und eva­lu­iert. Die Förderung des Vorhabens erfolgte aus Mitteln des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projekt­trägerschaft erfolgte über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

Das Projekt begann im Juli 2016. Der Forschungsbericht wird am 30. Juni 2020 erscheinen.